Prüfreif vorbereitet
„Bereite es so vor, dass ich nur noch prüfe und entscheide.“
Woran man es merkt: Vorschläge kommen mit Begründung, die Minuten beim Menschen je Fall sinken.
Fragt man Kanzleien, was KI leisten soll, hört man Entlastung und Sicherheit. Diese Seite übersetzt das in sechs überprüfbare Versprechen, zeigt das KI-Arbeitssystem mit seinen 28 Bausteinen und den Weg dorthin in vier Stufen, dazu Beispiele, wer in der Kanzlei was entscheidet und drei Prozesse im Vorher und Nachher.
Direkt gefragt, sagen Kanzleien: Entlastung und Sicherheit. Genauer betrachtet sind es sechs Versprechen, die sich im Alltag überprüfen lassen. Das letzte spricht kaum jemand aus: dass das System arbeitet wie die Kanzlei und ihr Wissen bleibt.
„Bereite es so vor, dass ich nur noch prüfe und entscheide.“
Woran man es merkt: Vorschläge kommen mit Begründung, die Minuten beim Menschen je Fall sinken.
„Was jeden Monat gleich ist, soll von selbst laufen, in Outlook, Word und Excel statt in sieben Programmen.“
Woran man es merkt: Routinen starten ohne Anstoß, Ergebnisse kommen im Postfach und in der Freigabemappe an.
„Ich kann Mandant und Kammer erklären, wo die Daten liegen.“
Woran man es merkt: Der Datenfluss passt auf eine Seite, mit jedem Dienstleister gibt es eine Vereinbarung nach § 203 StGB.
„Jede Zahl mit Rechenweg, jede Aussage mit Fundstelle.“
Woran man es merkt: In jeder Stichprobe führt jede Zahl zum Konto und jede Aussage zu Gesetz, Verlag oder Kanzleihandbuch.
„Nichts geht raus oder wird gebucht, ohne dass jemand freigibt. Und später sieht man, wer und warum.“
Woran man es merkt: Das Arbeitsprotokoll zeigt zu jeder Buchung und jeder Mail, wer wann freigegeben hat.
„Es soll arbeiten wie wir, besser werden, und unser Wissen soll bleiben, wenn Menschen oder Anbieter wechseln.“
Woran man es merkt: Leitfäden, Checklisten und Regeln der Kanzlei liegen in ihrer Wissensbasis, Korrekturen werden zu neuen Versionen.
Das KI-Modell versteht und formuliert. Was daraus erledigte Arbeit macht, liegt in den Ebenen darum herum: wo man es sieht, wie viel man abgibt, was die KI über die Kanzlei weiß, womit sie arbeitet, worauf sie zugreift und wo sie nachschlägt. Aufgebaut wird es in vier Stufen, die jede Kanzlei gehen kann: Stufe 1 kennt jeder, Stufe 2 lässt sich heute kaufen, Stufe 3 ist für alle Kanzleien gleich, Stufe 4 macht den Unterschied.
Das vollständige Zielbild. Wähle eine Stufe oder spiel den Aufbau ab: Mit jeder Stufe kommen Bausteine hinzu, von Stufe 1 (Chat) bis Stufe 4 (deine Kanzlei).
Zielbild vollständig · alle 28 BausteineMit der Maus über einem Baustein erscheinen Beispiele, ein Klick zeigt, was er im Alltag bringt.
Es gibt vier Arten, der KI Arbeit zu geben, wie bei Mitarbeitenden: von der Frage bis zum Dauerauftrag. Alle nutzen dieselben Bausteine und dieselben Prozessanweisungen der Kanzlei.
Du stellst eine Frage oder bittest um einen Entwurf, die KI antwortet. Du führst jeden Schritt.
Wie bei Mitarbeitenden: Wie im Gespräch mit einer Kollegin am Schreibtisch nebenan.
Eine feste Schrittfolge für Arbeit mit Ermessen. Die KI bereitet jeden Schritt vor, die Fachkraft gibt Schritt für Schritt frei.
Wie bei Mitarbeitenden: Wie eine Checkliste, die eine Assistenz vorbereitet und du abzeichnest.
Ein Fach-Assistent übernimmt eine ganze Aufgabe in seinem Bereich. Welches Handwerkszeug er nutzt, entscheidet er selbst, das Ergebnis legt er zur Prüfung vor. Grenzen setzt die Kanzlei.
Wie bei Mitarbeitenden: Wie eine erfahrene Mitarbeiterin, der man eine Aufgabe übergibt.
Läuft von selbst, nach Zeitplan oder wenn etwas passiert, etwa wenn ein Bescheid eingeht. Ergebnisse und Ausnahmen landen in der Freigabemappe, jeder Lauf im Arbeitsprotokoll.
Wie bei Mitarbeitenden: Wie ein Dauerauftrag bei der Bank.
Das beschriebene Vorgehen der Kanzlei, wie ein Kapitel im Kanzleihandbuch. Alle vier Arten greifen darauf zu: Der FiBu-Check nutzt den Prüfkatalog FiBu, der Einspruch-Entwurf die Vorlage Einspruch.
Architektur: Kanzleiwissen · Prozessanweisungen · ab Stufe 4Beispiele, jeweils mit Version, verantwortlicher Person und Testfällen. Die Lernschleife schlägt neue Versionen vor.
Ob Frage, Routine oder geführter Ablauf: Jede Aufgabe durchläuft dieselben Stationen. Der Mensch entscheidet an der Freigabe, seine Korrekturen verbessern das Kanzleiwissen.
Frage im Chat, Zeitplan oder neues Ereignis wie ein Posteingang
Kanzleiwissen, Mandantendaten und Steuerlogik werden geladen
Das Handwerkszeug liest, rechnet, prüft und belegt, das KI-Modell formuliert
Jede Zahl gegen die Quelle, jede Aussage mit Fundstelle
Der Mensch prüft, ändert oder verwirft
Buchungsstapel, Mail, Arbeitspapier oder Aufgabe
Ein Klick auf ein Beispiel zeigt, welche Bausteine es nutzt und ab welcher Stufe es möglich ist. Mit „neu möglich“ markiert sind Beispiele, die heute kaum eine Kanzlei macht, weil sie über alle Mandanten gehen oder sich von selbst melden. Die Liste ist ein Startpunkt und wird je Kanzlei ergänzt.
„Wen betrifft das bei uns?“ · Routine · Auslöser: wöchentlich
Möglich ab Stufe 4 (Deine Kanzlei) · nutzt 11 von 28 Bausteinen
Neu möglich: Heute liest jemand das Schreiben und überlegt, wer betroffen sein könnte. Das System prüft jeden Mandanten.
Ein Teil des Arbeitssystems wird einmal für die ganze Kanzlei festgelegt und dann regelmäßig überprüft: welche Daten angebunden sind, welche Routinen laufen, wer freigibt. Das entscheiden Inhaber und Partner. Der andere Teil ist tägliche Arbeit: fragen, Abläufe starten, Ergebnisse prüfen und freigeben. Das muss jede und jeder im Team können. Die Ebenen des Arbeitssystems zeigen, was wohin gehört.
Legt fest, was nie ohne Freigabe geschieht, wo die Daten verarbeitet werden und wer was sehen darf. Trägt die Verantwortung.
bei EinführungWeiß: Nichts geht ohne Freigabe nach außen oder in die Buchhaltung. Verantwortlich für das Ergebnis bleibt der Mensch.
Entscheidet, wo die KI erscheint: Kanzlei-Chat, Outlook, Word. Liest den Wochenbericht aus dem Arbeitsprotokoll.
bei Einführung · wöchentlichArbeitet dort, wo sie ohnehin arbeitet. Arbeitet die Freigabemappe ab, statt Ergebnisse zu suchen.
Entscheidet, welche Routinen für welche Mandanten laufen und wie oft. Das ist der Routinen-Plan der Kanzlei.
bei Einführung · bei BedarfWählt die passende Form: eine Frage stellen, einen Ablauf starten oder eine Aufgabe übergeben.
Bestimmt, was in die Wissensbasis kommt, legt Zuständigkeiten, Schwellen und Freigabewege fest. Kann die Pflege je Prozessanweisung an Teamleitungen abgeben.
laufendNutzt die Prozessanweisungen statt eigener Vorlagen. Meldet, wenn etwas fehlt oder veraltet ist.
Entscheidet, ob Buchungsvorschläge und Entwürfe erzeugt werden dürfen. Sonst nichts zu tun, es kommt mit dem System.
bei EinführungPrüft Ergebnisse an der Quelle: Buchungsnummer, Beleg, Fundstelle.
Entscheidet, welche Daten angebunden werden, und vergibt Rechte je Person und Mandant.
bei Einführung · bei PersonalwechselSieht nur die eigenen Mandanten. Muss Mandantendaten nicht kopieren oder hochladen, sie sind schon angebunden.
Entscheidet, welche Fachquellen lizenziert und angebunden sind.
jährlichVerlangt die Fundstelle und schaut bei Zweifeln nach.
Wählt Modell und Anbieter und kann wechseln.
jährlichNichts zu tun.
Gibt Regelvorschläge und neue Prozessanweisungen frei, nachdem sie gegen gespeicherte Fälle getestet wurden.
monatlichKorrigiert mit einem Satz Begründung. Das ist der Rohstoff, aus dem das System lernt.
Von den Inhabern beschlossen, läuft von selbst. Die Ergebnisse landen in der Freigabemappe der Zuständigen.
Einmal pro Woche sehen die Inhaber im Arbeitsprotokoll, was gelaufen ist: wie viele Hinweise, was freigegeben und was verworfen wurde.
Der Inhalt der Einführung für das Team.
Drei Prozesse an einem Beispielmandanten, jeweils erzählt als ein Durchlauf: wie es heute läuft, was das Arbeitssystem im Hintergrund erledigt, was auf dem Tisch landet und was beim Menschen bleibt. Jeder Prozess steht für eine andere Art von Nutzen.
Nach dem Buchungsschluss geht die Buchhalterin die Buchungen des Monats durch, sucht Auffälligkeiten, klärt sie und vergleicht mit Vormonat und Vorjahr. Bei vielen Mandanten bleibt dafür oft nur Zeit für eine Stichprobe.
Die Folge: Fehler wie eine fehlende Vorsteuer fallen erst im Jahresabschluss auf, oder beim Mandanten.
Niemand muss daran denken oder etwas anstoßen. Die Routine läuft für jeden Mandanten, dessen Buchungsschluss gemeldet ist, früh am Morgen, bevor jemand im Büro ist.
Art der Arbeit: Routine, läuft von selbst und legt das Ergebnis zur Freigabe vor.
Zu jedem Schritt siehst du, welche Ebenen des Arbeitssystems er nutzt. Die Schritte lassen sich einzeln anklicken.
Die Buchhalterin öffnet die Freigabemappe. Die bekannte Ausnahme ist schon aussortiert, jeder Hinweis hat eine Begründung.
Eingangsrechnung Elektro-Großhandel, 4.760,00 € brutto auf 3200 Wareneingang ohne Steuerschlüssel. Die Rechnung weist 19 % USt aus, 760,00 € Vorsteuer fehlen.
Korrekturbuchung vorbereitet: BU-Schlüssel 9 · § 15 UStG
Barentnahme 1.000,00 € auf 1800 Privatentnahmen gebucht. Eine GmbH hat kein Privatkonto.
Korrekturbuchung vorbereitet: Verrechnungskonto Gesellschafter · Risiko verdeckte Gewinnausschüttung, § 8 Abs. 3 KStG
Miete September zweimal gebucht: 4210, je 2.300,00 €, am 01.09. und 03.09.
4530 laufende Kfz-Betriebskosten: 3.180 € statt im Schnitt 2.150 €. Reparatur? Beleg prüfen.
Jahresbeitrag Betriebshaftpflicht, jedes Jahr im September. Als Ausnahme für diesen Mandanten gemerkt, nicht gemeldet.
Zum Ausprobieren: Die Knöpfe im Beispiel reagieren.
Geht als Buchungsstapel in die Buchhaltung. Festgeschrieben wird wie bisher von Menschen.
Wird als neue Ausnahme für diesen Mandanten vorgeschlagen. Ein Partner entscheidet, ob sie gilt.
Wie die Lernschleife funktioniert ↓Mandant, Zahlen und Uhrzeiten sind erfunden. Die Minuten sind Annahmen zur Veranschaulichung und werden durch Werte aus der Prozessaufnahme ersetzt.
Gelernt wird ausschließlich im Kanzleiwissen, auf zwei Wegen: aus Korrekturen an bestehenden Regeln und aus neuen Fällen, für die es noch keine Regel gibt. Das KI-Modell wird nicht nachtrainiert. Jede Verbesserung ist eine neue Version einer Prozessanweisung, Prüfregel oder Vorlage oder eine ganz neue Prozessanweisung, geprüft gegen gespeicherte Fälle und von einem Partner freigegeben. So arbeitet das System wie die Kanzlei und wird besser, ohne dass jemand Prompts pflegt. Und weil alles im Kanzleiwissen liegt, bleibt es bei der Kanzlei.
In einem Erstgespräch schauen wir, welche Stufe für euch der nächste sinnvolle Schritt ist.
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