Das KI-Arbeitssystem für Steuerkanzleien

Fragt man Kanzleien, was KI leisten soll, hört man Entlastung und Sicherheit. Diese Seite übersetzt das in sechs überprüfbare Versprechen, zeigt das KI-Arbeitssystem mit seinen 28 Bausteinen und den Weg dorthin in vier Stufen, dazu Beispiele, wer in der Kanzlei was entscheidet und drei Prozesse im Vorher und Nachher.

Entlastung und Sicherheit, genauer: sechs Versprechen

Direkt gefragt, sagen Kanzleien: Entlastung und Sicherheit. Genauer betrachtet sind es sechs Versprechen, die sich im Alltag überprüfen lassen. Das letzte spricht kaum jemand aus: dass das System arbeitet wie die Kanzlei und ihr Wissen bleibt.

EntlastungSicherheitKanzleiwissenselten ausgesprochen
Entlastung
1

Prüfreif vorbereitet

„Bereite es so vor, dass ich nur noch prüfe und entscheide.“

Woran man es merkt: Vorschläge kommen mit Begründung, die Minuten beim Menschen je Fall sinken.

Entlastung
2

Läuft von selbst, dort wo wir arbeiten

„Was jeden Monat gleich ist, soll von selbst laufen, in Outlook, Word und Excel statt in sieben Programmen.“

Woran man es merkt: Routinen starten ohne Anstoß, Ergebnisse kommen im Postfach und in der Freigabemappe an.

Sicherheit
3

Geschützt

„Ich kann Mandant und Kammer erklären, wo die Daten liegen.“

Woran man es merkt: Der Datenfluss passt auf eine Seite, mit jedem Dienstleister gibt es eine Vereinbarung nach § 203 StGB.

Sicherheit
4

Nachprüfbar

„Jede Zahl mit Rechenweg, jede Aussage mit Fundstelle.“

Woran man es merkt: In jeder Stichprobe führt jede Zahl zum Konto und jede Aussage zu Gesetz, Verlag oder Kanzleihandbuch.

Sicherheit
5

Nichts ohne Freigabe

„Nichts geht raus oder wird gebucht, ohne dass jemand freigibt. Und später sieht man, wer und warum.“

Woran man es merkt: Das Arbeitsprotokoll zeigt zu jeder Buchung und jeder Mail, wer wann freigegeben hat.

Kanzleiwissen
6

Arbeitet wie wir, bleibt bei uns

„Es soll arbeiten wie wir, besser werden, und unser Wissen soll bleiben, wenn Menschen oder Anbieter wechseln.“

Woran man es merkt: Leitfäden, Checklisten und Regeln der Kanzlei liegen in ihrer Wissensbasis, Korrekturen werden zu neuen Versionen.

Sieben Ebenen, aufgebaut in vier Stufen

Das KI-Modell versteht und formuliert. Was daraus erledigte Arbeit macht, liegt in den Ebenen darum herum: wo man es sieht, wie viel man abgibt, was die KI über die Kanzlei weiß, womit sie arbeitet, worauf sie zugreift und wo sie nachschlägt. Aufgebaut wird es in vier Stufen, die jede Kanzlei gehen kann: Stufe 1 kennt jeder, Stufe 2 lässt sich heute kaufen, Stufe 3 ist für alle Kanzleien gleich, Stufe 4 macht den Unterschied.

Das vollständige Zielbild. Wähle eine Stufe oder spiel den Aufbau ab: Mit jeder Stufe kommen Bausteine hinzu, von Stufe 1 (Chat) bis Stufe 4 (deine Kanzlei).

Zielbild vollständig · alle 28 Bausteine

Oberflächen

Delegation

Kanzleiwissen

Handwerkszeug

Lesen
Rechnen & prüfen
Belegen
Schreiben

Mandantendaten

Nachschlagewerke

KI-Modell

Mit der Maus über einem Baustein erscheinen Beispiele, ein Klick zeigt, was er im Alltag bringt.

Fragen, Abläufe, Assistenten, Routinen

Es gibt vier Arten, der KI Arbeit zu geben, wie bei Mitarbeitenden: von der Frage bis zum Dauerauftrag. Alle nutzen dieselben Bausteine und dieselben Prozessanweisungen der Kanzlei.

Frage
Fachwort: Prompt

Du stellst eine Frage oder bittest um einen Entwurf, die KI antwortet. Du führst jeden Schritt.

Wie bei Mitarbeitenden: Wie im Gespräch mit einer Kollegin am Schreibtisch nebenan.

  • „Was gilt 2026 für GWG?“
  • „Fasse diesen Bescheid zusammen“
Architektur: Delegation · Fragen · ab Stufe 1
Geführter Ablauf
Fachwort: Workflow

Eine feste Schrittfolge für Arbeit mit Ermessen. Die KI bereitet jeden Schritt vor, die Fachkraft gibt Schritt für Schritt frei.

Wie bei Mitarbeitenden: Wie eine Checkliste, die eine Assistenz vorbereitet und du abzeichnest.

  • JA-Vorreview
  • Mandantenaufnahme
Architektur: Delegation · Geführter Ablauf · ab Stufe 3
Aufgabe an einen Fach-Assistenten
Fachwort: Agent

Ein Fach-Assistent übernimmt eine ganze Aufgabe in seinem Bereich. Welches Handwerkszeug er nutzt, entscheidet er selbst, das Ergebnis legt er zur Prüfung vor. Grenzen setzt die Kanzlei.

Wie bei Mitarbeitenden: Wie eine erfahrene Mitarbeiterin, der man eine Aufgabe übergibt.

  • „Bereite das Gespräch mit der Müller GmbH vor“
  • „Entwirf den Einspruch zum Bescheid 2024“
Architektur: Delegation · Aufgabe übergeben · ab Stufe 2
Routine
Fachwort: Cron-Job, Ereignis

Läuft von selbst, nach Zeitplan oder wenn etwas passiert, etwa wenn ein Bescheid eingeht. Ergebnisse und Ausnahmen landen in der Freigabemappe, jeder Lauf im Arbeitsprotokoll.

Wie bei Mitarbeitenden: Wie ein Dauerauftrag bei der Bank.

  • jeden Monat nach Buchungsschluss: FiBu-Check
  • bei Eingang eines Bescheids: Bescheid prüfen
Architektur: Delegation · Routine · ab Stufe 2
Du führst jeden Schrittläuft von selbst
Prozessanweisung
Fachwort: Skill

Das beschriebene Vorgehen der Kanzlei, wie ein Kapitel im Kanzleihandbuch. Alle vier Arten greifen darauf zu: Der FiBu-Check nutzt den Prüfkatalog FiBu, der Einspruch-Entwurf die Vorlage Einspruch.

Architektur: Kanzleiwissen · Prozessanweisungen · ab Stufe 4

Beispiele, jeweils mit Version, verantwortlicher Person und Testfällen. Die Lernschleife schlägt neue Versionen vor.

Prüfkatalog FiBuv2.1Checkliste Jahresabschlussv1.4BWA-Kommentarv1.2Mandantenanschreiben Unterlagenv1.0Rückstellungslistev1.1Einspruchv1.0Neumandat anlegenv1.0Besprechungsnotiz aus Diktatv1.0

Ob Frage, Routine oder geführter Ablauf: Jede Aufgabe durchläuft dieselben Stationen. Der Mensch entscheidet an der Freigabe, seine Korrekturen verbessern das Kanzleiwissen.

Auslöser

Frage im Chat, Zeitplan oder neues Ereignis wie ein Posteingang

Kontext

Kanzleiwissen, Mandantendaten und Steuerlogik werden geladen

Arbeit

Das Handwerkszeug liest, rechnet, prüft und belegt, das KI-Modell formuliert

Endkontrolle

Jede Zahl gegen die Quelle, jede Aussage mit Fundstelle

Freigabe

Der Mensch prüft, ändert oder verwirft

Ergebnis

Buchungsstapel, Mail, Arbeitspapier oder Aufgabe

Lernschleife: Korrekturen fließen ins Kanzleiwissen

Ein Klick auf ein Beispiel zeigt, welche Bausteine es nutzt und ab welcher Stufe es möglich ist. Mit „neu möglich“ markiert sind Beispiele, die heute kaum eine Kanzlei macht, weil sie über alle Mandanten gehen oder sich von selbst melden. Die Liste ist ein Startpunkt und wird je Kanzlei ergänzt.

Fragen

Geführte Abläufe

Aufgaben an Fach-Assistenten

Routinen

Leitplanken
OberflächenChatOutlookWord & ExcelFreigabemappeProtokoll
DelegationFragenAblaufAufgabeRoutine
KanzleiwissenWissensbasisProzessanweisungenProfilZuständigkeitenLernschleife
HandwerkExporteDokumenteRechnenPrüfenRechercheEndkontrolleBuchungenEntwürfe
MandantenBuchhaltungAkten & Mails
NachschlagenFachquellenSteuerlogik
ModellKI-Modell

„Wen betrifft das bei uns?“ · Routine · Auslöser: wöchentlich

Möglich ab Stufe 4 (Deine Kanzlei) · nutzt 11 von 28 Bausteinen

Neu möglich: Heute liest jemand das Schreiben und überlegt, wer betroffen sein könnte. Das System prüft jeden Mandanten.

Die Inhaber entscheiden für die Kanzlei, das Team arbeitet damit

Ein Teil des Arbeitssystems wird einmal für die ganze Kanzlei festgelegt und dann regelmäßig überprüft: welche Daten angebunden sind, welche Routinen laufen, wer freigibt. Das entscheiden Inhaber und Partner. Der andere Teil ist tägliche Arbeit: fragen, Abläufe starten, Ergebnisse prüfen und freigeben. Das muss jede und jeder im Team können. Die Ebenen des Arbeitssystems zeigen, was wohin gehört.

Inhaber und Partnerentscheiden für die Kanzlei
Ebene
Mitarbeitendearbeiten täglich damit
Inhaber und Partner

Legt fest, was nie ohne Freigabe geschieht, wo die Daten verarbeitet werden und wer was sehen darf. Trägt die Verantwortung.

bei Einführung
Leitplanken
Mitarbeitende

Weiß: Nichts geht ohne Freigabe nach außen oder in die Buchhaltung. Verantwortlich für das Ergebnis bleibt der Mensch.

Inhaber und Partner

Entscheidet, wo die KI erscheint: Kanzlei-Chat, Outlook, Word. Liest den Wochenbericht aus dem Arbeitsprotokoll.

bei Einführung · wöchentlich
Oberflächen
Mitarbeitende

Arbeitet dort, wo sie ohnehin arbeitet. Arbeitet die Freigabemappe ab, statt Ergebnisse zu suchen.

Inhaber und Partner

Entscheidet, welche Routinen für welche Mandanten laufen und wie oft. Das ist der Routinen-Plan der Kanzlei.

bei Einführung · bei Bedarf
Delegation
Mitarbeitende

Wählt die passende Form: eine Frage stellen, einen Ablauf starten oder eine Aufgabe übergeben.

Inhaber und Partner

Bestimmt, was in die Wissensbasis kommt, legt Zuständigkeiten, Schwellen und Freigabewege fest. Kann die Pflege je Prozessanweisung an Teamleitungen abgeben.

laufend
Kanzleiwissen
Mitarbeitende

Nutzt die Prozessanweisungen statt eigener Vorlagen. Meldet, wenn etwas fehlt oder veraltet ist.

Inhaber und Partner

Entscheidet, ob Buchungsvorschläge und Entwürfe erzeugt werden dürfen. Sonst nichts zu tun, es kommt mit dem System.

bei Einführung
Handwerkszeug
Mitarbeitende

Prüft Ergebnisse an der Quelle: Buchungsnummer, Beleg, Fundstelle.

Inhaber und Partner

Entscheidet, welche Daten angebunden werden, und vergibt Rechte je Person und Mandant.

bei Einführung · bei Personalwechsel
Mandantendaten
Mitarbeitende

Sieht nur die eigenen Mandanten. Muss Mandantendaten nicht kopieren oder hochladen, sie sind schon angebunden.

Inhaber und Partner

Entscheidet, welche Fachquellen lizenziert und angebunden sind.

jährlich
Nachschlagewerke
Mitarbeitende

Verlangt die Fundstelle und schaut bei Zweifeln nach.

Inhaber und Partner

Wählt Modell und Anbieter und kann wechseln.

jährlich
KI-Modell
Mitarbeitende

Nichts zu tun.

Inhaber und Partner

Gibt Regelvorschläge und neue Prozessanweisungen frei, nachdem sie gegen gespeicherte Fälle getestet wurden.

monatlich
Lernschleife
Mitarbeitende

Korrigiert mit einem Satz Begründung. Das ist der Rohstoff, aus dem das System lernt.

Der Routinen-Plan der Kanzlei

Von den Inhabern beschlossen, läuft von selbst. Die Ergebnisse landen in der Freigabemappe der Zuständigen.

  • täglich, 07:00
    Posteingang zuordnen→ Sachbearbeitung des Mandanten
  • bei Eingang
    Vom Bescheid zum Einspruchsentwurfneu möglich→ Fristenverantwortliche
  • am Vortag
    Briefing vor dem Mandantentermin→ Beraterin oder Berater
  • wöchentlich
    „Wen betrifft das bei uns?“neu möglich→ Partner, dann die zuständige Beratung
  • monatlich
    FiBu-Check, danach BWA-Bericht→ Buchhaltungsteams, dann die Beratung
  • quartalsweise
    Beratungsanlässe-Radarneu möglich→ Partner

Einmal pro Woche sehen die Inhaber im Arbeitsprotokoll, was gelaufen ist: wie viele Hinweise, was freigegeben und was verworfen wurde.

Was Mitarbeitende können und wissen

Der Inhalt der Einführung für das Team.

Können
  1. Gut fragen: Mandant, Zeitraum und Ziel nennen.
  2. Einen Ablauf führen: starten und an den Haltepunkten entscheiden.
  3. Die Freigabemappe abarbeiten: freigeben, ändern oder verwerfen.
  4. Korrigieren mit Begründung: ein Satz genügt.
Wissen
  • Die KI bereitet vor, verantwortlich bleibt der Mensch.
  • Jede Zahl und jede Aussage hat eine Quelle, die man prüfen kann.
  • Was man ändert oder verwirft, macht das System besser. Das Arbeitsprotokoll zeigt, wer was getan hat.

Was sich am Schreibtisch ändert

Drei Prozesse an einem Beispielmandanten, jeweils erzählt als ein Durchlauf: wie es heute läuft, was das Arbeitssystem im Hintergrund erledigt, was auf dem Tisch landet und was beim Menschen bleibt. Jeder Prozess steht für eine andere Art von Nutzen.

Beispielmandant, erfundenHaustechnik Muster GmbH
  • GmbH, Handwerk
  • 14 Beschäftigte
  • Buchhaltung monatlich in der Kanzlei
  • Jahresabschluss
  1. Heute
    So ist es heute

    90 Minuten Durchsehen, und oft reicht es nur für eine Stichprobe

    Nach dem Buchungsschluss geht die Buchhalterin die Buchungen des Monats durch, sucht Auffälligkeiten, klärt sie und vergleicht mit Vormonat und Vorjahr. Bei vielen Mandanten bleibt dafür oft nur Zeit für eine Stichprobe.

    35251515
    90 Min.
    • Buchungen durchsehen · 35 Min.
    • Auffälligkeiten klären, Belege suchen · 25 Min.
    • Vormonat und Vorjahr vergleichen · 15 Min.
    • Notizen und Rückfragen · 15 Min.

    Die Folge: Fehler wie eine fehlende Vorsteuer fallen erst im Jahresabschluss auf, oder beim Mandanten.

  2. Mit dem KI-Arbeitssystem
  3. Mo, 06:00
    Der Auslöser · Mo, 06:00

    Der Monat ist abgeschlossen, die Routine startet von selbst

    Niemand muss daran denken oder etwas anstoßen. Die Routine läuft für jeden Mandanten, dessen Buchungsschluss gemeldet ist, früh am Morgen, bevor jemand im Büro ist.

    Buchungsschluss 09/2026 gemeldetFiBu-Check gestartet · Haustechnik Muster GmbH
    06:00

    Art der Arbeit: Routine, läuft von selbst und legt das Ergebnis zur Freigabe vor.

  4. 06:00 bis 06:04
    Im Hintergrund · 06:00 bis 06:04

    Vier Minuten Arbeit, die niemand sieht

    Zu jedem Schritt siehst du, welche Ebenen des Arbeitssystems er nutzt. Die Schritte lassen sich einzeln anklicken.

    4 Schritte · einzeln anklicken oder abspielen
    Wo das in der Architektur sitzt
    Leitplanken gelten bei jedem Schritt
    OberflächenFreigabemappeAufgabe in Outlook
    DelegationRoutine
    KanzleiwissenPrüfkatalog FiBuAusnahmen je MandantZuständigkeiten
    HandwerkszeugExporte einlesenPrüfen und rechnenEndkontrolleBuchungsvorschläge
    MandantendatenBuchhaltungStammdaten
    NachschlagewerkeSteuerlogik: § 15 UStG, § 8 KStG
    KI-Modellformuliert die Hinweise
    Zur Architektur ↑
  5. 08:30
    Was auf dem Tisch liegt · 08:30

    Auf dem Tisch: vier Hinweise, drei Korrekturen fertig vorbereitet

    Die Buchhalterin öffnet die Freigabemappe. Die bekannte Ausnahme ist schon aussortiert, jeder Hinweis hat eine Begründung.

    FreigabemappeRoutine · heute 06:00
    Haustechnik Muster GmbHMandant 10423 · FiBu-Check September 2026
    4 Hinweise · 3 wichtig
    • wichtig
      Vorsteuer fehlt

      Eingangsrechnung Elektro-Großhandel, 4.760,00 € brutto auf 3200 Wareneingang ohne Steuerschlüssel. Die Rechnung weist 19 % USt aus, 760,00 € Vorsteuer fehlen.

      Korrekturbuchung vorbereitet: BU-Schlüssel 9 · § 15 UStG

    • wichtig
      Privatentnahme bei einer GmbH

      Barentnahme 1.000,00 € auf 1800 Privatentnahmen gebucht. Eine GmbH hat kein Privatkonto.

      Korrekturbuchung vorbereitet: Verrechnungskonto Gesellschafter · Risiko verdeckte Gewinnausschüttung, § 8 Abs. 3 KStG

    • wichtig
      Mögliche Doppelbuchung

      Miete September zweimal gebucht: 4210, je 2.300,00 €, am 01.09. und 03.09.

    • Hinweis
      Kfz-Kosten +48 % zum Vormonat

      4530 laufende Kfz-Betriebskosten: 3.180 € statt im Schnitt 2.150 €. Reparatur? Beleg prüfen.

    • bekannt
      Versicherung 5.920 €

      Jahresbeitrag Betriebshaftpflicht, jedes Jahr im September. Als Ausnahme für diesen Mandanten gemerkt, nicht gemeldet.

    Aufgabe an Buchhaltung Team 2 in Outlook, fällig 01.10. Freigegebene Korrekturen gehen als Buchungsstapel in die Buchhaltung, verworfene Hinweise werden als Ausnahme vorgeschlagen.

    Zum Ausprobieren: Die Knöpfe im Beispiel reagieren.

  6. 08:30 bis 09:00
    Was der Mensch entscheidet · 08:30 bis 09:00

    Sie prüft und entscheidet, gebucht wird erst danach

    • Liest jeden Hinweis mit Begründung
    • Gibt Korrekturen frei oder verwirft sie
    • Fragt beim Mandanten nach, warum die Kfz-Kosten gestiegen sind
    Freigegeben

    Geht als Buchungsstapel in die Buchhaltung. Festgeschrieben wird wie bisher von Menschen.

    Verworfen

    Wird als neue Ausnahme für diesen Mandanten vorgeschlagen. Ein Partner entscheidet, ob sie gilt.

    Wie die Lernschleife funktioniert ↓
    Arbeitsprotokoll · wer, was, wann, warum
    1. FiBu-Check 09/2026 · 312 Buchungen, 38 Regeln · 4 Hinweise, 1 bekannte Ausnahme übersprungen
    2. 3 Korrekturbuchungen vorgeschlagen · Aufgabe an Buchhaltung Team 2
    3. Freigabe durch Team 2 · 2 Korrekturen als Stapel übergeben · 1 Hinweis verworfen, als Ausnahme vorgeschlagen
  7. Wirkung
    Was sich ändert

    Jeder Monat vollständig geprüft, in einem Drittel der Zeit

    Heutealles von Hand
    90 Min. von Hand
    90 Min.
    Mit KI, StartKI bereitet vor, Mensch prüft
    30 Min.
    30 Min.−67 %
    Nach 3 MonatenKI bereitet vor, Mensch prüft
    20 Min.
    20 Min.−78 %
    Nach 12 MonatenKI bereitet vor, Mensch prüft
    10 Min.
    10 Min.−89 %
    Warum es kürzer wird: Jeder verworfene Hinweis wird zur Kanzleiregel für diesen Mandanten. Nach einigen Monaten kennt die Routine seine Eigenheiten und meldet nur noch, was wirklich auffällt.Und außerdem: Jeder Mandant, jeder Monat, jede Buchung wird geprüft, nicht nur eine Stichprobe.

Mandant, Zahlen und Uhrzeiten sind erfunden. Die Minuten sind Annahmen zur Veranschaulichung und werden durch Werte aus der Prozessaufnahme ersetzt.

Wie das System besser wird

Gelernt wird ausschließlich im Kanzleiwissen, auf zwei Wegen: aus Korrekturen an bestehenden Regeln und aus neuen Fällen, für die es noch keine Regel gibt. Das KI-Modell wird nicht nachtrainiert. Jede Verbesserung ist eine neue Version einer Prozessanweisung, Prüfregel oder Vorlage oder eine ganz neue Prozessanweisung, geprüft gegen gespeicherte Fälle und von einem Partner freigegeben. So arbeitet das System wie die Kanzlei und wird besser, ohne dass jemand Prompts pflegt. Und weil alles im Kanzleiwissen liegt, bleibt es bei der Kanzlei.

Was die Lernschleife ändern darf

  • Prozessanweisungen und Checklisten, auch ganz neue für neue Fachgebiete
  • Prüfkatalog der Kanzlei (welche Regel, welche Schwelle)
  • Vorlagen, Ton und Schwerpunkte
  • Zuständigkeiten und Freigabewege
  • Was die Kanzlei über einen Mandanten weiß, etwa bekannte Ausnahmen

Was sie nicht ändert

  • Das KI-ModellEs wird nicht nachtrainiert und bleibt austauschbar.
  • Gesetze, Fachquellen und SteuerlogikSie kommen von außen und gelten für alle Kanzleien. Gelernt wird, wie die Kanzlei sie anwendet.
  • Die LeitplankenSie werden von der Kanzlei festgelegt und nicht gelernt.
1 2 3 4 5 CHECKLISTE JA v1.3 → v1.4 freigegeben durch Partner
  1. VorschlagBeim Vorreview eines Handwerksbetriebs mit Personal fehlt in den vorgeschlagenen Abschlussbuchungen die Urlaubsrückstellung.
  2. KorrekturDie Prüferin ergänzt die Rückstellung und vermerkt in einem Satz, warum.
  3. RegelvorschlagDas System schlägt eine neue Zeile für die Checkliste Jahresabschluss vor: Bei Mandanten mit Personal offene Urlaubsansprüche zum Stichtag abfragen.
  4. Test und FreigabeDie neue Version läuft gegen gespeicherte Fälle, damit nichts anderes schlechter wird. Ein Partner gibt frei, die Checkliste geht von v1.3 auf v1.4.
  5. Nächster FallBeim nächsten Mandanten mit Personal kommt der Vorschlag automatisch, zu sehen im JA-Vorreview bei den drei Prozessen.

Begriffe in einfachen Worten

KI-ArbeitssystemHarness
Alles um das KI-Modell herum, das aus einer Antwort erledigte Arbeit macht: Oberflächen, Delegation, Kanzleiwissen, Handwerkszeug, Mandantendaten, Nachschlagewerke, Leitplanken, Lernschleife.
KI-ModellSprachmodell, LLM
Der Teil, der Sprache versteht und formuliert, zum Beispiel Claude oder GPT. Austauschbar.
Plattform
Fertige Software, auf der das System läuft, zum Beispiel Langdock. Liefert Chat, Modellzugang und Grundfunktionen.
Delegation
Wie viel die KI selbst macht: fragen, Schritt für Schritt vorbereiten lassen, eine Aufgabe übergeben oder als Routine laufen lassen.
Kanzleiwissen
Was die KI über die Kanzlei weiß und befolgt: Wissensbasis, Prozessanweisungen, Kanzleiprofil, Zuständigkeiten und Schwellen. Gehört der Kanzlei, wird versioniert und freigegeben.
Kanzlei-WissensbasisWissensbasis, RAG
Leitfäden, Checklisten, Fachbücher und Vorjahre der Kanzlei, aufbereitet und durchsuchbar. Jede Antwort nennt die Stelle.
ProzessanweisungSkill
Ein beschriebenes Vorgehen der Kanzlei, dem die KI bei passender Aufgabe folgt, etwa die Checkliste Jahresabschluss.
Fach-AssistentAgent
Eine KI mit fester Rolle für einen Bereich, etwa Lohn, der man Aufgaben übergibt. Arbeitet mit eigenem Handwerkszeug und klaren Grenzen.
Geführter Ablauf, RoutineWorkflow
Eine feste Schrittfolge. Den geführten Ablauf startet ein Mensch, eine Routine startet von selbst nach Zeitplan oder Ereignis.
HandwerkszeugTools
Funktionen, die die KI aufruft: lesen, rechnen, prüfen, belegen, schreiben. Liefern exakte, wiederholbare Ergebnisse.
SchnittstelleAPI, MCP, Connector
Verbindung zu einem anderen System wie Buchhaltung, DMS oder Outlook.
SteuerlogikOntologie, Wissensgraph
Strukturiertes Wissen, wie Konten, Bilanzposten, Steuerarten und Normen zusammenhängen.
Fundstelle
Die genaue Quelle einer Aussage, etwa Paragraf oder Kommentarstelle, zum Anklicken.
FreigabemappeReview-Queue
Wie eine Unterschriftenmappe: alles, was auf deine Freigabe wartet, an einem Ort.
ArbeitsprotokollAudit-Trail
Was Assistenten und Routinen wann getan haben, nach welcher Regel und warum, und wer freigegeben hat.
LeitplankenGuardrails
Regeln, was die KI nie ohne Freigabe tun darf, und wer was sehen darf.
FreigabeHuman in the Loop
Ein Mensch bestätigt, bevor etwas nach außen geht oder gebucht wird.
Lernschleife
Korrekturen und neue Fälle werden zu neuen, freigegebenen Versionen von Kanzleiregeln oder zu neuen Prozessanweisungen. Das KI-Modell wird dabei nicht verändert.
Letzte MeileLast Mile
Der Teil der Arbeit, den der Mensch am Ende prüft und abschließt. Er wird mit der Zeit kürzer.
Periode 13
Abschlussbuchungen in der Buchhaltung nach dem Dezember, etwa Rückstellungen und Abgrenzungen.
Mandant, Zahlen, Minuten und Beispiele auf dieser Seite sind erfunden bzw. Annahmen zur Veranschaulichung.

Sollen wir das für deine Kanzlei durchdenken?

In einem Erstgespräch schauen wir, welche Stufe für euch der nächste sinnvolle Schritt ist.

Gespräch anfragen